Viele solistische Darbietungen lassen das Kirchenkonzert der Trachtenkapelle Westendorf glänzen.

Die Trachtenkapelle eröffnete das Konzert, unter der Leitung von Klaus Reggel, mit der Fanfare „Vita pro Musica“ von Thiemo Kraas. Bereits im zweiten Stück brillierten Daniela Hornig und Franziska Wind bei dem Solo für Oboe und Fagott „Pas des Deux“. Im Anschluss folgte erst das ruhige Lied und dann nach einer kurzen solistischen Passage, gespielt von Klarinettistin Susanne Hornig, das schnelle Allegro aus „Puszta“ von Jan Van der Roost.

Franziska Settele entlockte der Orgel lieblich-melancholische Töne bei „Largo Siciliano“ von Johann Sebastian Bach und bot den Konzertbesuchern so eine klangliche Abwechslung zur Blasmusik.

Darauf folgte ein besonderer Ohrenschmaus. Michaela Ritzel am Flügelhorn und Martin Köpfle am Tenorhorn schwelgten in „Erinnerungen“ von Michael Geisler. Das „Schwestern“- Ensemble bestehend aus Daniela Hornig (Oboe), Susanne Hornig (Klarinette), Theresa Wind (Horn) und Franziska Wind (Fagott) spielten das „Bläserequartett in Es-Dur Op. 8 Nr. 2“ und überzeugten das Publikum bei diesem gefälligen Stück mit sicherem Spiel. Mit „Canterbury Chorale“ von Jan Van der Roost und „Ardross Castle“ aus „Hymn of the Highlands“ von Philip Sparke schickte die Trachtenkapelle ihre Zuhörer gedanklich Richtung Norden.

Danach ließ Franziska Settele wieder die Orgel bei dem von Thomas Adams komponierten Lied „Alla Marcia“ imposant erklingen.

Mit „Music for the Fountain“ von Petr Hapka und „Celtic Crest“ von Christoph Walter neigte sich das Konzert dem Ende zu. Den würdigen Abschluss machte das Trompetensolo „Song of Hope“ von Peter Meechan. Die Solisten Markus Kohler, Stefan und Jürgen Schweiger spielten sehr gefühlvoll und bescherten dem Publikum zum Ende des Konzertes einen unglaublichen Gänsehaut Moment.

Wer bis jetzt ein Stück mit Gesang vermisste, den entlohnte die Zugabe „My heart will go on“, gesungen von Christine Nothelfer. Die Musiker freuten sich im Anschluss sehr über den lang anhaltenden Applaus der Konzertbesucher.

Ein herzliches Dankeschön an alle Zuhörer für die zahlreichen Spenden!

2019 Kirchenkonzert

Auf ein aktives Jahr blickte die Trachtenkapelle Westendorf bei ihrer Jahresversammlung zurück. Bei den turnusmäßigen Neuwahlen ergaben sich einige Veränderungen im Führungsteam.

Der Versammlung vorausgegangen war ein Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Michael, die von der Trachtenkapelle musikalisch gestaltet wurde.

Die Zusammenkunft eröffnete dann Vorsitzender Manfred Hornig mit der Begrüßung und Schriftführerin Christine Nothelfer, die das Protokoll der letztjährigen Versammlung verlas. Jugendvertreterin Manuela Mayer sowie Dirigent Klaus Reggel ließen das vergangene Musikjahr Revue passieren. Auch Vorsitzender Manfred Hornig berichtete über ein ereignisreiches Jahr für die Trachtenkapelle. Er hob besonders den Erfolg von Verena Haug hervor, die bei der Miss-ASM-Wahl den zweiten Platz erreichte und somit dem Verein eine Brauereiführung mit Brotzeit ermöglichte. Außerdem blieben den meisten Musikern auch die Auftritte in Lichtenstein, in Füssen am Festspielhaus und die Moschkonzerte in guter Erinnerung. Es war ihm auch ein Anliegen auf die gute Kameradschaft hinzuweisen und dass sie auch künftig so bliebe. Der von Martin Köpfle verlesene Kassenbericht fiel zufriedenstellend aus, sodass der Vorstand einstimmig entlastet wurde.

Bei den anschließenden Neuwahlen legten sowohl der erste Vorsitzende Manfred Hornig, als auch die zweite Vorsitzende Manuela Steck ihr Amt nach sechs Jahren auf eigenen Wunsch nieder. Als deren Nachfolger konnten Michaela Ritzel als erste Vorsitzende und Franziska Wind als zweite Vorsitzende gewonnen werden. Christine Nothelfer wurde als Schriftführerin bestätigt. Schmunzelnd zeigte sich die Versammlung, als Martin Köpfle, nach seiner Wiederwahl als Kassier, mit den Worten: „ Bei meinem Leben – ich machs!“ sein Amt annahm. Miriam Hornig übergab ihr Amt des Notenwartes an Julia Kohler. Die neue Ansprechpartnerin für die Musikerjugend ist Bettina Ritzel. Julia Stich, Markus Kohler und Armin Ritzel kamen als neue Beisitzer in den Vereinsvorstand. Anschließend bedankten sich Martin Köpfle und Christine Nothelfer im Namen aller Musikerkollegen bei Manfred Hornig und Manuela Steck für ihr Engagement. (MR)

20190211 neue Vorstandschaft

v. l. n. r.: Markus Kohler, Julia Stich,Christine Nothelfer, Julia Kohler, Bettina Ritzel, Armin Ritzel, Michaela Ritzel, Martin Köpfle, Franziska Wind

Voller Vorfreude, aber noch etwas müde starteten wir am Donnerstag, den 24.01, um 2.00Uhr morgens gemeinsam mit Bürgermeister Fritz Obermaier und Ehefrau Gerlinde unsere Fahrt nach Berlin.

Für die einen ein paar mehr, die anderen ein paar weniger Stunden Schlaf später, erreichten wir gegen Mittag die Bundeshauptstadt. Dort wurden die Jogginghosen gegen die Musikertrachten gewechselt und wir machten uns direkt auf den Weg zur Internationale Grüne Woche, eine Messe rund um das Thema Gartenbau und Landwirtschaft. Dort spielten wir einen Auftritt in der Bayernhalle, in der wir in gut zwei Stunden mit typisch bayerischer Blasmusik das internationale Publikum begeisterten. Die tolle Stimmung des Publikums und die großartige Atmosphäre in der Halle machten diesen Auftritt unvergesslich. Anschließend hatten wir selbst noch die Möglichkeit einen kleinen Teil der Messe zu erkunden.

Nach diesem aufregenden Tag ging es am Freitag nicht weniger erlebnisreich weiter. Dort stand eine Besichtigung des Reichsgebäudes an. Wir erhielten einen sehr informativen und interessanten Vortrag auf der Besucherbühne des Plenarsaals und konnten danach aus der gläsernen Kuppel einen beeindruckenden Ausblick über die Bundeshauptstadt genießen. Am Nachmittag ging es dann ganz bequem im eigenen Reisebus auf „Sight-Seeing-Tour“, bevor der Tag mit einem gemeinsamen Abendessen und zu späterer Stunde durch Erkunden des Berliner Nachtlebens abgerundet wurde.

Und auch der letzte Tag hatte einiges zu bieten. Denn als sich schließlich auch die letzten beiden Musiker am Treffpunkt einfanden, besuchten wir die Berliner Unterwelten, eine Luftschutzbunkeranlage aus dem zweiten Weltkrieg. Mittags konnten wir unser musikalisches Können nochmal mitten in Berlin unter Beweis stellen: im Europa-Einkaufszentrum zeigten wir den Berlinern nochmal bei einem Standkonzert, wie bayerische Blasmusik klingt. Nachdem der Nachmittag zur freien Verfügung stand wurde dann Samstag Abend der gemeinsame Heimweg zurück ins schöne Allgäu angetreten. (FW)

Wir bedanken uns nochmals ganz herzlich bei Martin Köpfle für den gut organisierten und reibungslosen Ablauf!

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Die Trachtenkapelle Westendorf präsentiert ein Weihnachtskonzert mit etlichen ungewöhnlichen Programmpunkten. Die Schlagwerk-Solisten dürfen besonders glänzen.

Bei ihrem Weihnachtskonzert im Bürgerhaus Alpenblick beeindruckte die Trachtenkapelle Westendorf unter der Leitung von Klaus Reggel nicht nur mit ihrem hohen musikalischen Niveau. Das 44-köpfige Blasorchester wartete auch mit einigen ungewöhnlichen Programmpunkten auf. Am Ende belohnten die Zuhörer die Leistung der Musiker mit anhaltendem Beifall, Bravorufen und der beharrlichen Forderung nach Zugaben. Die erste war eine Gesangseinlage von Klarinettistin Christine Nothelfer, die mit dem Lied „ My heart will go on“ aus dem Erfolgsfilm „Titanic“ vor allem die weibliche Zuhörerschaft bewegte. Als zweite Zugabe erklangt mitreißend der „Radetzkymarsch“.

Doch auch in den vorangegangenen zwei Stunden gab es für das Publikum so einiges zu erleben. Beispielsweise galt es, vier nagelneue Pauken im Instrumentenfundus des Orchesters gebührend einzuweihen. Das geschah mit dem „Concertino for Timpani and Band“ des Komponisten Klaus-Peter Bruchmann. Solist Andreas Miller zeigte mit seiner virtuosen und technisch anspruchsvollen Darbietung, welche musikalischen Möglichkeiten in den Pauken stecken. Dabei kam der Hörgenuss nicht zu kurz.

„Großer Mann und kleine Trommel“, so hätte das Motto des nächstes Solos lauten können. Denn in Bruchmanns „Crescendo“, das sicherlich einen Glanzpunkt des insgesamt anspruchsvollen Programms markierte, bewies Stefan Hiemer ein großartiges Feingefühl, als er mit insgesamt 264 Schlägen einen Takt mit acht Noten immer wiederholte und sich dabei von ganz leise zu ziemlich laut steigerte. Dabei ging er höchst konzentriert vor und entlockte der Trommel geradezu zärtliche Töne. Susanne Hornig hatte als Erste Klarinettistin bei den anschließenden Melodien aus dem Musical „West Side Story“ eine „eigene Stimme“. Diese intonierte sie mit Bravour und überdurchschnittlichem Können.

Mit lateinischem Text: Doch auch in ihrer Gesamtheit präsentierte sich die Westendorfer Kapelle unter dem klaren, ausdrucksstarken Dirigat von Reggel als eine musikalische Einheit, die das durchgehend konzertante Programm souverän bewältigte. Bei „Bells and Pipes of Freedom“, das auf dem Choral „Komm heilig guter Geist“ basiert, deklamierten die Musikanten den lateinischen Text, unterstützt vom Publikum, das den Text freilich vom Programmblatt ablesen konnte.

ASM-Bezirksdirigentin Monika Fleschhut hob in ihrem Grußwort die Wertschätzung für die Blasmusik im Ostallgäu und den hohen Stellenwert der Musikkapellen im Leben der Dorf- und Stadtgemeinschaften hervor. Zusammen mit Manfred Hornig, dem Vorsitzenden der Westendorfer Trachtenkapelle, ehrte sie Christine Nothelfer, Maria Roos und Manuela Steck für je 25 Jahre aktives Musizieren. Die vier Nachwuchsmusiker Katja Mentner, Vanessa Gröger, Christopher Ritzel und Florian Kugler erhielten ihre Urkunden über die bestandenen D2-Prüfungen. (Bericht: Klaus Thierl, Allgäuer Zeitung v. 28.12.2018)

KW2018Miller  WK2018Reggel

Die Trachtenkapelle Westendorf unter der Leitung von Klaus Reggel (rechts) zeigte beim Weihnachtskonzert wiederum eine beachtenswerte Leistung. Die neuen Pauken des Blasorchesters weihte Andreas Miller gebührend mit einem Solo-Stück ein (links).

Vier weitere Jungmusiker/innen der Trachtenkapelle haben diese Woche D2-Silber-Prüfung komplettiert. Für Vanessa Göger, Katja Mentner, Christopher Ritzel und Florian Kugler hieß es die letzten Wochen fleißig übern für die Theorie-Prüfung am DIenstag und für Katja und Vanessa auch noch feste mit dem Instrument proben, denn sie haben heute die praktische Prüfung erfolgreich abgelegt. Für Florian und Christopher war's weniger stressig, denn die beiden hatten die Praxis schon in der Tasche.

Wir anderen Musikerinnen und Musiker von der Trachtenkapelle freuen uns mit euch und gratuieren euch recht herzlich zu diesem Erfolg!