Am 5. und 6. Juli 2014 spielte die „böhmische Besetzung“ der Trachtenkapelle Westendorf unter der Leitung von Klaus Reggel zwei Konzerte unter dem Motto „Böhmische Spezialitäten“.
„Auf den Spuren von Ernst Mosch“ standen legendären Titel wie „Egerländer-Marsch“, „Rauschende Birken“, „Der Dompfaff“, „Gablonzer Perlen“, „Der böhmische Wind“, „Kannst du Knödel kochen“ oder die „Löffelpolka“ auf dem Programm.
Die Gesangsparts übernahmen Christine Hofmann, Klaus Reggel, Rainer Hornig und in einem Lied sogar Jürgen Matuschak, der ansonsten den Abend mit seinen pfiffigen Ansagen moderierte.
Ernst Mosch der in Germaringen wohnte und seine „musikalischen Spuren“ nicht nur im Ort sondern in der ganzen Region hinterlassen hat, inspiriert auch heute noch viele Blasmusiker seine erfolgreichen Titel bei „Gedächtniskonzerten“ zu spielen. Das „erfolgreichste Blasorchester der Welt“ hatte seine Geburtsstunde 1956 beim Mittagskonzert des Südfunk Stuttgarts wo unter anderem auch die „Fuchsgrabenpolka“ ausgestrahlt wurde. Die Hörerresonanz war gewaltig. Innerhalb einer Woche kamen über 32.000 Hörerzuschriften: die „böhmische Musik“ war von da an nicht mehr aufzuhalten. 1966 spielte er in New York in der berühmten „Carnegie-Hall“, bis zu diesem Zeitpunkt das erste deutsche Orchester überhaupt. Gern erinnert sich unser Dirigent Klaus Reggel an die vielen Begegnungen mit Ernst Mosch, der immer ein offenes Ohr und Respekt für die Amateurmusiker hatte.
Mit diesem Konzert wollten die Westendorfer an den 15-jährigen Todestag des „Königs der Blasmusik“ erinnern. Ernst Mosch tätigte den Ausspruch „Ich selber werde niemals Schluss machen“. Am 15.05.1999 setzte ein „Anderer“ das Ende.
Die Konzerte wurden unterstützt von der Raiffeisenbank Kirchweihtal.